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Mittwoch, 11.03.2015
Erdgas bleibt Nummer eins

Erdgas weiterhin beliebtester Heizenergieträger


Berlin, 10. März 2015 - "Im Wärmemarkt werden noch immer erhebliche CO2-Einsparpotenziale verschenkt. Wenn wir die Klimaschutzziele ernsthaft erreichen wollen, dann muss das immense Einsparpotenzial endlich in den Fokus rücken: Immerhin 40 Prozent des Endenergieverbrauchs und etwa ein Drittel der CO2-Emissionen in Deutschland entfallen auf den Wärmemarkt. Raumwärme und Warmwasserbereitung haben mit über 80 Prozent den größten Anteil am Energieverbrauch der Haushalte. Aber nur rund ein Viertel der Heizungsanlagen im Gebäudebestand sind auf dem Stand der Technik", sagte Anke Tuschek, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), anlässlich der heutigen Eröffnung der "ISH - Weltmesse für Bad, Energie-, Klimatechnik und Erneuerbare Energien" in Frankfurt am Main. "Nachdem die steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung im Koalitionsausschuss gestoppt wurde, ist es umso wichtiger, dass die Politik endlich koordiniert vorgeht. Die in Aussicht gestellten KfW-Programme werden dabei nicht ausreichen. Wir brauchen weitere Angebote, um die Energieeffizienz zu steigern", so Tuschek.

"Der Wärmemarkt stellt eine außergewöhnlich große Bandbreite an technisch ausgereiften Lösungsoptionen zur Verfügung, die von der Geräteindustrie, dem Handwerk und der Energiewirtschaft beim Endkunden eingesetzt werden können. Eine schnelle, effiziente und bezahlbare Modernisierung sollte auf bewährte und klimaeffiziente Anwendungen wie der Gasbrennwerttechnik - auch in Kombination mit Solarthermie oder Bio-Erdgas - aufsetzen. Darüber hinaus ist der Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung auch langfristig eine sinnvolle Lösung", sagte Tuschek.

In Deutschland wurde nach vorläufigen Angaben des BDEW im Jahr 2014 knapp die Hälfte der insgesamt 41 Millionen Wohnungen mit Gas beheizt (49,3 Prozent). In 13,5 Prozent aller Wohnungen wird Fernwärme genutzt, während Heizöl in 26,8 Prozent aller Wohnungen für Wärme sorgt. Strom (Nachtspeicherheizungen und Wärmepumpen) lieferte für 4,4 Prozent die Heizenergie. Der Anteil der übrigen Festbrennstoffe (darunter u.a. Holz, Koks/Kohle) lag bei 6,0 Prozent.

Auch im Neubau bleibt Erdgas Nummer eins bei den Heizungssystemen. 49,9 Prozent aller neu gebauten Wohnungen wurden 2014 mit einer Erdgasheizung ausgestattet. Fernwärme hatte einen Anteil von 21,1 Prozent, gefolgt von Wärmepumpen mit 20,1 Prozent. Die verbleibenden Anteile entfielen auf Heizöl (0,7 Prozent), Stromheizungen (0,6 Prozent) und sonstige Heizungssysteme (7,6 Prozent, darunter vor allem Holzpellet-Heizungen). Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 265.000 Wohnungen zum Neubau genehmigt.


Weitere Informationen

Sandra Rahmlow
Pressestelle
Telefon 0 30 / 300 199-1163
E-Mail presse@bdew.de


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Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Berlin, vertritt über 1 800 Unternehmen. Das Spektrum der Mitglieder reicht von lokalen und kommunalen über regionale bis hin zu überregionalen Unternehmen. Sie repräsentieren rund 90 Prozent des Stromabsatzes, gut 60 Prozent des Nah- und Fernwärmeabsatzes, 90 Prozent des Erdgasabsatzes sowie 80 Prozent der Trinkwasser-Förderung und rund ein Drittel der Abwasser-Entsorgung in Deutschland.




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